Dreidimensionale Papierobjekte wurden schon seit einigen Jahren angefertigt. Aus Fasermaterialien wie Hanf oder Kozo entstanden Objekte und Gefäße – die Oberflächen waren unbehandelt oder mit Acrylaten versehen.
Seit 2007 wird neben Wasserglas und Kakishibu (Holzschutzmittel aus unreifen Kakipflaumen) auch Japanlack – Urushi – in Verbindung mit handgeschöpftem Papier verwendet.
Der Lack verbindet sich nicht nur perfekt mit den Fasern des Papiers, versteift das Material und macht es widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und andere äußere Einflüsse – er gibt dem Papier auch ein eigenes ästhetisches Gepräge – geheimnisvoll, die Faserstruktur verstärkend oder nivellierend, von mattem Schimmern bis zum Tiefschwarz des auspolierten Lackes. In einem langen Herstellungsprozess werden auf das über Formen oder frei getrocknete handgeschöpfte Papier unterschiedliche Grundierungen aufgebracht. Diese bilden die Grundlage für mehrere Lackschichten, die zwischengeschliffen und zum Schluss mit Decklack versehen bzw. auspoliert werden. Die jeweilige Lackschicht härtet in einem speziellen Klima (Temperatur und Luftfeuchte) aus. Der langwierige Arbeitsprozess und unterschiedliche Techniken geben den Objekten jeweils eine unverwechselbare Ausstrahlung.


Schalen und Gefäße  zur Galerie

Schalen und Gefäße aus handgeschöpftem Hanf- oder Japanpapier (Washi) in Ikkanbari- oder Harinuki-Technik. Bevorzugt werden schwarze und rote Urushi-Lacke,  wolkig geschliffene Lacke (Negoro) oder Techniken, in der die Papierstrukturen durch angeschliffene Lackschichten hervorgehoben werden. mehr…


Papierobjekte mit Lack  zur Galerie

Schalen und Gefäße aus handgeschöpftem Hanf- oder Japanpapier (Washi) in Ikkanbari- oder Harinuki-Technik. Bevorzugt werden schwarze und rote Urushi-Lacke,  wolkig geschliffene Lacke (Negoro) oder Techniken, in der die Papierstrukturen durch angeschliffene Lackschichten hervorgehoben werden. mehr…


Lackschmuck  zur Galerie

Schmuckobjekte unterschiedlichster Art – Schmuckstücke (Broschen, Anhänger), Behältnisse (Sagemono), auch zweckfreie plastische Objekte entstehen. Auch hier kommen Techniken wie Ikkanbari oder Harinuki zur Anwendung. Unterschiedlichste Oberflächen von matt bis hochglänzend werden genutzt. mehr…


Ikkanbari zur Galerie

Lackschmuck

Ikkanbari (auch harinuki) ist eine Technik, bei der “Kakishibu”, ein Saft aus unreifen Kakipflaumen (persimmon), oder auch Japanlack auf Papier aufgetragen wird. Das Papier wird dabei wasserabweisend und für den Gebrauch widerstandsfester. In Japan wird dieses “Lackpapier” für Behälter, Überzugspapier für Kartonagen oder auch für Fächer oder Schirme verwendet. Die Technik wurde von Hiki Ikkan im frühen 17. Jh. erstmals für Teeutensilien aus Papier benutzt, die mit Urushi überzogen wurden. Hier wird Ikkanbari als Grundlage für Objekte und Schmuck verwendet. mehr…